Ausgabe 66 - 06.02.2019

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich willkommen

Neues aus ...

  • Schule
    (Vielfalt in der Ausbildung – Methodenkoffer für die berufliche Bildung)
  • der Jugendhilfe
    (Mitreden & Mitgestalten – Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe)
  • der Justiz
    (Neue Abteilung für Vermögensabschöpfung / Berlinale in der JVA Plötzensee / Reader zum Thema rassistische Straftaten erkennen und verhandeln / Materialien für die Fortbildung in der Strafjustiz zum Thema Rassismus und Menschenrechte)
  • anderen Bereichen
    („Ich suche dich. Wer bist du?“ – Neue Datenschutz-Tipps für Jugendliche /
    Neuer Elternratgeber „Kinder und Jugendliche vor riskantem Umgang mit Alkohol, Cannabis oder Handy schützen“ / Mobiles Schulungsteam Kinderschutz in Geflüchteten-Unterkünften / Online-Beratung "Emel" zu religiös begründetem Extremismus )


Publikationen und Dokumentationen
(Leporello: Ablauf Jugendstrafverfahren Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz / Plakat: Krisennotdienste für Kinder und Jugendliche auf einen Blick Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz / M. Walsh, A. Gansewig: Aussteiger aus extremistischen Szenen in der Präventionsarbeit – Evaluationsstudie einer schulbasierten Präventionsmaßnahme eines Aussteigers aus dem Bereich Rechtsextremismus / M. Logvinov: Risikobewertung extremistischer Handlungen, Reihe Radikalisierung, De-Radikalisierung und Prävention / Dokumentation der Deutschen Präventionstage)


Veranstaltungen und Termine
(Trainingsseminar – Stärke statt (Ohn-)Macht: Das Konzept der Neuen Autorität in Schule, Jugendhilfe und Familie in Berlin / "Ich bin dagegen" – Vom jugendlichen Aufbegehren gegen Autoritäten, Interdisziplinäre Fachtagung in Hofgeismar / Einführung in das lösungsorientierte Arbeiten als Handlungskonzept in der Jugendhilfe in Eisenach / Traumapädagogik und Partizipation als Handlungsansätze für die Jugendhilfe im Strafverfahren in Hannover / Methoden der Sozialen Trainingskurse in Hofgeismar / Die Stellungnahme der Jugendhilfe im Strafverfahren in Springe und Würzburg / Fachtagung: „Schulabsentismus – alternative Wege zum Schulabschluss“, Bonn / Scham – Wächterin der Menschenwürde – ein Thema für Schule und Jugendhilfe)

Redaktionsschluss
(20.März 2019) 

 

Herzlich willkommen zur 65. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

wir hoffen, dass Sie gut in das neue Jahr gestartet sind und freuen uns, dass Sie unseren Newsletter auch 2019 verfolgen!

Neben Neuigkeiten aus den Bereichen Schule, Jugendhilfe und Justiz sowie aktuellen Publikationen haben wir auch wieder spannende Veranstaltungshinweise für die erste Jahreshälfte für Sie.

Mit Freude kann die Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz mittteilen, dass die vergriffenen Krisennotdienstplakate in der Farbe petrol sowie das neu erstellte Leporello mit dem Titel “Ich habe eine Straftat begangen. Was nun?“ erhältlich sind. Nehmen Sie diesbezüglich gerne Kontakt mit uns auf!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!


Stefanie Rücknagel & Andrea Müller
Redaktion UMSICHTEN

 

Neues aus...

 

 ...der Schule


Vielfalt in der Ausbildung – Methodenkoffer für die berufliche Bildung

Der Methodenkoffer soll Lehrende der beruflichen Bildung in vier Modulen unterstützen, mit diskriminierenden Verhaltensweisen und Einstellungen in ihren Einrichtungen professionell umzugehen. Dabei werden die Themen Diskriminierung und gruppenbezogene Menschen-feindlichkeit, Sexismus und Rassismus behandelt und im abschließenden Modul aufgezeigt, welche Handlungsmöglichkeiten und -modelle in der eigenen Einrichtung angewandt werden können. Entwickelt wurde der Methodenkoffer von Demokratie leben!, gefördert durch das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg.
Der Methodenkoffer steht zum kostenfreien Download bereit.
Download: https://www.f-bb.de/fileadmin/Projekte/ADL/2018-fbb-methodenkoffer--Demokratieleben_final_zumUpload.pdf

 

 

... der Jugendhilfe


Mitreden & Mitgestalten – Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe

Im November 2018 fand die Auftaktveranstaltung des Beteiligungs- und Diaologprozesses zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe mit Dr. Franziska Giffey und Caren Marks (Parlamentarische Staatssekretärin beim BMFSFJ) in Berlin statt. Teilgenommen haben rund 200 Personen aus Praxis und Wissenschaft der Kinder- und Jugendhilfe, der Behinderten-hilfe, der Gesundheitshilfe sowie von Bund, Ländern und Kommunen. Ziel des Dialog-prozesses ist eine Gesetzesinitiative zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe und damit einhergehend eine Reform des SGB VIII.
Die eigene Beteiligung ist möglich: Im Vorfeld der Arbeitsgruppentreffen werden Fragen auf eine Online-Plattform gestellt zu denen alle, die in einer Organisation/ Institution der Kinder-und Jugendhilfe, Behinderten- oder Gesundheitshilfe arbeiten, eigenes Fachwissen einfließen lassen können.
Infos: https://www.mitreden-mitgestalten.de/

 

... der Justiz

 
Neue Abteilung für Vermögensabschöpfung
Die neue Abteilung für Vermögensabschöpfung hat im Dezember 2018 ihre Arbeit bei der Staatsanwaltschaft Berlin aufgenommen. Sie berät die Strafverfolgungsbehörden bei Maßnahmen der Vermögensabschöpfung in laufenden Ermittlungen. Gleichzeitig ist eine stärkere Vernetzung bspw. mit Finanzbehörden und der Steuerfahndung vorgesehen. Innerhalb der Abteilung arbeiten Experten und Expertinnen aus dem Steuerrecht, der Korruptionsdelikte und der Geldwäsche zusammen.
Infos: https://www.berlin.de/sen/justva/presse/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung.767098.php
  


Berlinale in der JVA Plötzensee

Die JVA Plötzensee wird dieses Jahr im Rahmen der Berlinale ein Ort des Films: Der Film „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt soll für alle Interessierte in der JVA gezeigt werden. Im Anschluss laden die Regisseurin, die Hauptdarstellerin Helena Zengel sowie die Produzenten Peter Hartwig, Jonas Weydemann und die Koproduzentin Frauke Kolbmüller zum gemeinsamen Austausch ein. Aufgrund des Veranstaltungsortes gelten besondere Zugangs-regelungen: Einlass ist nur nach Vorlage eines gültigen Personalausweises/Reisepasses möglich; Wertgegenstände wie Handys, Schlüssel, Geld, Kreditkarten, Nahrungsmittel dürfen nicht mitgeführt werden. Entsprechend stehen Schließfächer zur Verfügung. Es sollten ca. 45 Minuten für den Zugang eingeplant werden, wobei Zuspätkommende leider nicht mehr eingelassen werden können.
Datum: 14.02.2018; 17:00 Uhr
Ort: JVA Plötzensee, Friedrich-Olbricht-Damm 17 (Zugang über Pforte II)
Tickets: erhältlich an zentralen Vorverkaufskassen der Berlinale
Infos: https://www.berlin.de/sen/justva/presse/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung.776940.php


Reader: Rassistische Straftaten erkennen und verhandeln

Der Reader, herausgegeben vom Deutschen Institut für Menschenrechte, entstand aus dem Projekt „Rassismus und Menschenrechte – Stärkung der Strafjustiz“, welches verschiedene Fortbildungsangebote für die Strafjustiz entwickelte und erprobte. Der Reader stellt einzelne Beiträge der Fortbildungen sowie konkrete Handlungsanregungen für den Berufsalltag vor. Dem Anhang können Leitfragen zum Erkennen rassistisch motivierter Delikte, ein Glossar diskriminierungssensibler Sprache im Strafverfahren sowie allgemeine Empfehlungen über die Verhütung von rassistischer Diskriminierung in der Strafrechtspflege entnommen werden.
Download: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Weitere_Publikationen/Praxis_Staerkung_Strafjustiz.pdferkung_Strafjustiz.pdf


Materialien für die Fortbildung in der Strafjustiz zum Thema Rassismus und Menschenrechte

Die Materialiensammlung ergänzt den oben aufgeführten Reader und veranschaulicht die Ergebnisse und Erfahrungen des Modellprojekts des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Die unterschiedlichen Materialien können Referenten und Referentinnen bei der Konzeption und Umsetzung von Qualifizierungs- und Sensibilisierungsangeboten für die Strafjustiz unterstützen. Dazu werden Hintergrundmaterialien und Übungen zu diesen vier Themenbereichen vorgestellt: Thematischer Einstieg, Grundlagen zur Berücksichtigung von Rassismus im Strafverfahren, Sensibilisierung und Selbstreflexion sowie Handlungsmöglichkeiten im Berufsalltag.
Download: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Weitere_Publikationen/Rassismus_und_Menschenrechte_Materialien.pdf

 

 

... anderen Bereichen

 

„Ich suche dich. Wer bist du?“ – Neue Datenschutz-Tipps für Jugendliche
Die Berliner Beauftragte für Datenschutz hat in Kooperation mit dem Landesprogramm jugendnetz-berlin die Broschüre „Ich suche dich. Wer bist du?“ herausgegeben. Sie gibt zehn Tipps, wie Jugendliche ihre persönlichen Daten in sozialen Netzwerken besser schützen können. Zudem finden die Jugendlichen Links, wo sie weitere Informationen zum Thema bekommen sowie Anlaufstellen, bei denen sie sich beraten lassen können. Die Broschüre ist als gedruckte Version kostenfrei erhältlich.
Infos: http://www.jugendnetz-berlin.de/de/aktuelles/neues/neue_datenschutz-tipps_fuer_jugendliche.php
Download: https://www.datenschutz-berlin.de/fileadmin/user_upload/pdf/medienkompetenz/BlnBDI_2014_Broschuere_Soziale_Netzwerke.pdf


Neuer Elternratgeber: „Kinder und Jugendliche vor riskantem Umgang mit Alkohol, Cannabis oder Handy schützen“

Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin hat einen Elternratgeber herausgebracht, in dem Eltern Tipps erhalten, wie sie selbst ihre Kinder dabei unterstützen können, „Nein“ zum Suchtmittelkonsum zu sagen. Dafür greift die Broschüre Alltagssituationen auf und stellt Verhaltensmöglichkeiten vor, wenn z. B. die Tochter oder der Sohn betrunken nach Hause kommt, wie man über Alkohol- und Drogenkonsum sprechen oder die Online-Nutzung begrenzen kann. Die Broschüre steht zum kostenlosen Download bereit oder kann als gedruckte Version bei der Fachstelle für Suchtprävention Berlin bezogen werden.
Download: https://www.berlin-suchtpraevention.de/wp-content/uploads/2019/02/190201_Elternratgeber_FINAL_online.pdf



Mobiles Schulungsteam Kinderschutz in Geflüchteten-Unterkünften

Sechs Mitarbeiterinnen von Wildwasser e. V. wurden von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie damit beauftragt, Mitarbeitende in ca. 100 Gemeinschaftsunterkünften zum Thema Kinderschutz zu sensibilisieren und qualifizieren. Das Konzept der berlinweiten Schulungen wurde von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gemeinsam mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten, den Bezirken und Save the Children Deutschland entwickelt und besteht aus drei Fortbildungsmodulen (Basiswissen Kinder-schutz, Kinderschutzverfahren und Kinderschutz-Netzwerke, Interventionen). Die Mitarbeit-enden der Einrichtungen werden u. a. in Themen wie institutioneller Kinderschutz, Rechte von Kindern und Jugendlichen und Kindeswohlgefährdung weitergebildet.
Infos: https://www.berlin.de/sen/bjf/service/presse/pressearchiv-2018/pressemitteilung.764806.php



Online-Beratung „Emel“ zu religiös begründetem Extremismus

Die Plattform „Emel“ bietet leicht zugängliche, vertrauliche und kostenfreie Beratungsangebote für alle an, die sich Sorgen über eine potentielle Hinwendung eines Menschen aus ihrem eigenen Umfeld zu einer extremistischen Ideologie/Gruppe machen. „Emel“, ein Angebot der Türkischen Gemeinde in Deutschland, will eine kultur- und religionssensible Beratung ermöglichen. Dafür ist das Beratungskonzept mit Experten aus dem pädagogischen, islamwissenschaftlichen und religionswissenschaftlichen Bereich entwickelt worden. Mit den besonders geschulten Beratern und Beraterinnen kann hierbei über E-Mail oder Chat Kontakt aufgenommen werden. Die Beratung kann genderspezifisch und in unterschiedlichen Sprachen angeboten werden. Das Projekt wird aus Mitteln des Fonds für die Innere Sicherheit der Europäischen Union und im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Infos: https://emel-onlineberatung.org/startseite.html


 

Publikationen und Dokumentationen

 

Leporello: Ich habe eine Straftat begangen. Was nun?
Die Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz hat ein Leporello speziell für Jugendliche und Heranwachsende zum Thema: „Ich habe eine Straftat begangen. Was nun?“ herausgebracht. Das Leporello hat ein handliches Kreditkartenformat und enthält in aller Kürze die wichtigsten Informationen über den Ablauf des Jugendstraf-verfahrens. Das Leporello kann kostenfrei über die Clearingstelle bezogen werden oder steht auf der Internetseite zum Download bereit.
Kontakt:
Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Frankfurter Allee 35-37, Aufgang C, 10247 Berlin
Tel.: 030.4490154
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.stiftung-spi.de/clearingstelle



Plakat: Krisennotdienste für Kinder und Jugendliche auf einen Blick
Die Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz hatte Anfang letzten Jahres eine Neuauflage des Krisenplakates herausgebracht. Das Plakat liefert einen schnellen Überblick über Adressen und Telefonnummern für Kinder und Jugendliche in der Krise. Das schnell vergriffene Plakat in der Farbe petrol ist nun wieder erhältlich und kann kostenlos über die Clearingstelle bezogen werden oder steht auf der Internetseite zum Download bereit.
Kontakt:
Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Frankfurter Allee 35-37, Aufgang C, 10247 Berlin
Tel.: 030.4490154
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.stiftung-spi.de/clearingstelle



M. Walsh, A. Gansewig: Aussteiger aus extremistischen Szenen in der Präventionsarbeit – Evaluationsstudie einer schulbasierten Präventionsmaßnahme eines Aussteigers aus dem Bereich Rechtsextremismus
Bisher stehen kaum empirischen Befunde über die Wirkung von Präventionsmaßnahmen, welche von Aussteigern und Aussteigerinnen der extremistischen Szene schulisch und außerschulisch angeboten werden, zur Verfügung. Diesem Umstand will sich diese Studie annehmen und zum einem die Implementierung des Programms begleiten (Prozess-untersuchung) und zum anderem die Wirkung des Programms auf rechtsextreme Ein-stellungen, Gewalt und Kriminalität ermitteln (Wirkungsuntersuchung). Die Durchführung findet an öffentlichen Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein statt und stellt ein Kooperations-projekt zwischen dem Nationalen Zentrum für Kriminalprävention und dem Landes-präventionsrat Schleswig-Holstein dar. Der Abschlussbericht soll im Frühjahr 2019 zur Verfügung gestellt werden.
Infos: https://www.nzkrim.de/themen/rechtsextremismus/


M. Logvinov: Risikobewertung extremistischer Handlungen, Reihe Radikalisierung, De-Radikalisierung und Prävention

Die neu erscheinende Reihe Radikalisierung, De-Radikalisierung und Prävention widmet sich unterschiedlichen Themenschwerpunkten der ideologisch bzw. politisch induzierten Radikalisierungsprozesse sowie Ansätzen und Methoden der De-Radikalisierungs- sowie Präventionsarbeit. Ziel der Reihe ist es, innovative und multiperspektivische Heran-gehens-weisen an die relevanten Forschungsfragen zu präsentieren und einen interdisziplinären Rahmen für die Erforschung der unterschiedlichen Phänomene zu schaffen. Schwerpunkt soll die interdisziplinäre Betrachtungsweise sein, die gleichermaßen wissenschaftliche Erkennt-nisse mit praktischen Herangehensweisen vereint.
Der erste Band „Risikobewertung extremistischer Handlungen“ von M. Logvinov stellt ein Instrument vor, mit dessen Hilfe das Gefährdungspotential politisch extremistischer Gruppierungen erfasst werden kann. Das Buch kann für 37,99 EUR erworben werden.
Infos: https://www.springer.com/de/book/9783658251222


Dokumentation der Deutschen Präventionstage
Der Deutsche Präventionstag ist ein jährlicher Kongress, der 1995 speziell für das Arbeitsfeld der Kriminalitätsprävention gegründet wurde. Auf der Internetseite des Deutschen Präventionstages lassen sich aus allen bisher gehaltenen Vorträgen circa 1.000 Vorträge von Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Präventionspraxis, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft finden. Gleichzeitig werden die Kongressgutachten, Kongress-Er-klärungen, Evaluationsberichte und Webinare zur Verfügung gestellt sowie auf interessante Publikationen zu den Fachthemen aufmerksam gemacht.
Infos: http://www.praeventionstag.de/nano.cms/dokumentation



Broschüre: Pädagogische Strategien gegen Jugendgewalt

Die Broschüre, die die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am Deutschen Jugendinstitut (DJI) gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugend-schutz (BAJ) herausgearbeitet hat, liefert einen Überblick über die Entwicklung der Jugend-gewalt und zu den Strategien der Intervention und Prävention aus pädagogischer Sicht. Dabei werden nicht nur die Ziele einer Gewaltprävention erörtert, sondern auch aktuelle Herausforderungen für die Praxis benannt sowie Fragen aus dem Bereich Medien, zu geschlechterspezifischen Ansätzen oder zur Erreichbarkeit von Jugendlichen mit Migrations-hintergrund thematisiert. Die kostenlose Broschüre ist Teil einer Handhabung, die in Form eines Ordners mit verschiedenen Broschüren veröffentlicht wird.
Infos: https://www.dji.de/medien-und-kommunikation/news/news/article/paedagogische-strategien-gegen-jugendgewalt.html

 

Veranstaltungen und Termine


Trainingsseminar – Stärke statt (Ohn-)Macht: Das Konzept der Neuen Autorität in Schule, Jugendhilfe und Familie
Das Berliner Institut für Soziale Kompetenz & Gewaltprävention e. V. (BISG) bietet in der Zeit vom 22.03.2019-18.05.2019 das Trainingsseminar "Stärke statt (Ohn-)Macht – Das Konzept der Neuen Autorität in Schule, Jugendhilfe und Familie" an. Das Seminar richtet sich an Lehr- und Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie sowie an alle Interessentinnen und Interessenten, die sich mit dem Konzept des Psychologen Prof. Dr. Haim Omer (Universität Tel Aviv) zur »Neuen Autorität« und zum »Gewaltlosen Widerstand« in der Erziehung intensiver auseinandersetzen wollen. Zudem bietet es die Gelegenheit, die Haltungen und Interventionsmöglichkeiten dieses Ansatzes zu vertiefen. Der modulare Aufbau des Seminars ermöglicht das Anwenden und Erproben in der individuellen Alltagspraxis. Anmeldeschluss ist der 22.02.2019.
Datum: 22./23.03.2019; 12./13.04.2019; 17./18.05.2019
Ort: tandem BTL gGmbH, Berlin
Kosten: 580,00 EUR
Infos: http://www.soziales-training.de/individual/



"Ich bin dagegen" – Vom jugendlichen Aufbegehren gegen Autoritäten – Interdisziplinäre Fachtagung („Polizei & Sozialarbeit“) in Hofgeismar
Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) bietet im März eine 2-tägige Fachtagung an. Die Tagung beschäftigt sich mit dem Thema „Autorität und Widerstand“ aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Perspektive. Dabei soll die Frage nach dem jugendlichen Aufbegehren gegen Obrigkeiten interdisziplinär betrachtet werden. Nimmt dieses in der heutigen Zeit zu? Wie kann damit, aus Sicht der Polizei und der Sozialarbeit umgegangen werden? Gleichzeitig sollen bestimmte Formen des jugendlichen Widerstandes, vor allem solche, die sich letztlich gegen die Demokratie und Menschenrechte richten, in den Fokus genommen werden. Handelt es sich bei diesen Phänomenen um jugendtypische Abgrenzungsformen oder liegen rechtsstaatsgefährdende Tendenzen vor denen Präventionsangebote vorgeschaltet werden sollten? Die Veranstaltung soll Raum für Diskussionen, eigene Fragen und Anliegen bieten und soll gezielt die praktischen Schnitt-stellen zwischen Polizei und Sozialarbeit aufgreifen. Anmeldeschluss ist der 20.02.2019.
Datum: 25.03. bis 27.03.2019
Ort: Evangelische Tagungsstätte, Hofgeismar
Kosten: für DVJJ-Mitglieder: 365,00 EUR; für Nicht-Mitglieder: 395,00 EUR
(inkl. Unterbringung und Verpflegung)
Infos: https://www.dvjj.de/veranstaltungen/dvjj-veranstaltungen/ich-bin-dagegen-vom-jugendlichen-aufbegehren-gegen-autoritaeten-interdisziplinaere


Einführung in das lösungsorientierte Arbeiten als Handlungskonzept in der Jugendhilfe

Im Rahmen der Fortbildung des Evangelischen Erziehungsverbandes e. V. (EREV), werden die Grundannahmen und Strukturelemente des lösungsorientierten Arbeitens vorgestellt. Die Teilnehmer/innen lernen, wie kooperative Beziehungen mit Hilfe verschiedener Techniken des lösungsorientierten Arbeitens gestaltet werden können. Angewandte Methoden sollen Rollenspiele, die Arbeit in Kleingruppen sowie die Selbstreflexion und der Erfahrungs-austausch untereinander sein. Das Ziel ist es, praktische Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen und im kollegialen Austausch berufliche Fragestellungen zu betrachten.
Datum: 02.04. bis 04.04.2019
Ort: Haus Hainstein, Eisenach
Kosten: für EREV-Mitglieder: 411,00 EUR, für Nicht-Mitglieder: 444,00 EUR
(inkl. Unterbringung und Verpflegung)
Infos: https://www.erev.de/fortbildungen/2019-inhalt-und-anmeldung.html#fortbildung471

 


Traumapädagogik und Partizipation als Handlungsansätze für die Jugendhilfe im Strafverfahren in Hannover
In diesem Seminar sollen die beiden Ansätze, Traumapädagogik und Partizipation, miteinander verknüpft und aus verschiedenen Perspektiven heraus betrachtet werden. Hierbei sollen folgende Themenschwerpunkte vermittelt werden: Grundlagenwissen zu Trauma und Traumafolgen, Erkennen des Hilfebedarfs von traumatisierten Jugendlichen, Umgang mit traumatisierten Jugendlichen in der Beratungs- und Unterstützungssituation, Partizipation und Kinderrechte, Beurteilung von Angeboten und Einrichtungen unter trauma-sensiblen und partizipatorischen Kinderschutz-Aspekten. Die Fachkräfte sollen insbesondere darin gestärkt werden, auf das Helfersystem so einzuwirken, dass es für betroffene Jugendliche stabilisierend wirkt. Anmeldeschluss ist der 11.03.2019.
Datum: 24.04. bis 26.04.2019
Ort: ZEB Stephanstift, Hannover
Kosten: für DVJJ-Mitglieder: 365,00 EUR; für Nicht-Mitglieder: 395,00 EUR
(inkl. Unterbringung und Verpflegung)
Infos: https://www.dvjj.de/veranstaltungen/dvjj-veranstaltungen/traumapaedagogik-partizipation-als-handlungsansaetze-fuer-die-jugendhilfe-im


Methoden der Sozialen Trainingskurse in Hofgeismar
Mit Hilfe von Impulsreferaten, praktischen Übungen und Gruppeninteraktionen sollen im Rahmen dieses Seminars die wichtigsten Methoden eines Sozialen Trainingskurses vorgestellt werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind hierbei Konzepte der Anti-Gewalt-Arbeit, Gewaltfreie Kommunikation (nach Rosenberg), Konflikte analysieren und mit Grundbedürfnissen arbeiten, Konfrontation mit Wertschätzung der Person, Gruppenzugehörigkeit und Aggression, Körper-sprache (Videoarbeit), Distanzzonen im Lebensalltag, Raumdurchquerung, Figurentheater und Schauspielarbeit, Arbeit mit Encounter-Batakas, Projekte, die Kampfsport als Medium einsetzen (Boxen, Karate), Schwertkampf als Medium zur Gewaltfreiheit, Haltungen und praktische Übungen zur Selbstverteidigung sowie persönliche Lösungsstrategien zur Deeskalation von Gewaltsituationen. Anmeldeschluss ist der 19.04.2019.
Datum: 22.05. bis 24.05.2019
Ort: Evangelische Tagungsstätte, Hofgeismar
Kosten: für DVJJ-Mitglieder: 365,00 EUR; für Nicht-Mitglieder: 395,00 EUR
(inkl. Unterbringung und Verpflegung)
Infos: https://www.dvjj.de/veranstaltungen/dvjj-veranstaltungen/methoden-der-sozialen-trainingskurse-hofgeismar 


Die Stellungnahme der Jugendhilfe im Strafverfahren
In dieser Veranstaltung soll sich den Fragen gewidmet werden, zu welchen Sachverhalten die Jugendhilfe in Ermittlungs- und Zwischenverfahren sowie in der Hauptverhandlung Stellung zu nehmen hat und welche Bereiche nicht im Aufgabenbereich der Jugendhilfe liegen. Ebenso wird ein Themenschwerpunkt sein, ob die allgemeinen methodischen und fachlichen Standards der Jugendhilfe auch für deren Mitwirkung im Gerichtsverfahren gelten oder ob es diesbezüglich Besonderheiten gibt. Zudem soll geklärt werden, wie „neutral“ die Stellungnahme gestalten werden sollte und wie viel Transparenz gegenüber den Jugendlichen vertretbar ist, um den allgemeinen Auftrag der Jugendhilfe nicht zu gefährden. Anmeldeschluss ist der 19.04.2019.
Datum:    27.05. bis 29.05.2019 (Bildungs- und Tagungszentrum HVHS, Springe)
                05.06. bis 07.06.2019 (Akademie Frankenwarte, Würzburg)
Kosten: für DVJJ-Mitglieder: 365,00 EUR; für Nicht-Mitglieder: 395,00 EUR
(inkl. Unterbringung und Verpflegung)
Infos: https://www.dvjj.de/veranstaltungen/dvjj-veranstaltungen/die-stellungnahme-der-jugendhilfe-im-strafverfahren-springe-1


Fachtagung: „Schulabsentismus- alternative Wege zum Schulabschluss“, Bonn
Die Tagung wird in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e. V. (BAG EJSA) und IN VIA Deutschland im Rahmen der Bundes-arbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit e. V. (BAG KJS) umgesetzt und findet vom 27.05.19-28.05.19 statt. Sie richtet sich an alle Fachkräfte, die sich mit dem Thema Schulabsentismus beschäftigen. Es sollen aktuelle Entwicklungen zum Themengebiet vorgestellt und in Workshops erarbeitet und diskutiert werden. Ein ausführliches Programm mit Anmeldemöglichkeiten wird bis Ende Februar veröffentlicht.
Infos: https://jugendsozialarbeit.news/veranstaltung/schulabsentismus-alternative-wege-zum-schulabschluss/


Scham – Wächterin der Menschenwürde – ein Thema für Schule und Jugendhilfe
Das Berliner Institut für Soziale Kompetenz & Gewaltprävention e. V. (BISG) bietet in der Zeit vom 18.06. bis 19.06.2019 das o. g. Seminar an. Das Seminar richtet sich an Lehr- und Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie sowie an alle, die mit Menschen arbeiten. Leitung des Seminars hat Dr. Stephan Marks. Er führt seit vielen Jahren Fort- und Weiterbildungen zu diesem Thema durch und hat in diesem Kontext zahlreiche Bücher und Fachartikel veröffentlicht. Im Seminar werden (aus Sicht von Psychologie, Sozialpsychologie und Gehirnforschung) die grundlegenden Informationen über Scham vermittelt und anhand der Erfahrungen der Teilnehmenden reflektiert. Des Weiteren wird die Bedeutung des Themas für die eigene Person, für die soziale und für die pädagogische bzw. psychologische Arbeit im Kontext der Schule und Jugendhilfe erarbeitet. Daran anknüpfend werden Wege aufgezeigt, mit dieser „schwierigen“ Emotion im pädagogipdfschen Alltag konstruktiv umzugehen. Auf die Praxisrelevanz wird besonderes Augenmerk gelegt. Eine Anmeldung ist bis zum 17.05.2019 möglich.
Infos: http://www.soziales-training.de/fileadmin/user_upload/Flyer_Scham_Waechterin_d._Menschenwuerde_2019_1_DRUCK.pdf

 

Redaktionsschluss


Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im April 2019. Redaktionsschluss ist der 31. März 2019; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.

 

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