Ausgabe 69 - 12.08.2019

UMSICHTEN - Berliner Newsletter zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
Stiftung SPI, Clearingstelle - Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz

Inhaltsverzeichnis:

Herzlich willkommen

Neues aus ...

  • der Jugendhilfe
    (Jugendarbeit im Kontext von Migration und Flucht – neue Praxisbroschüre / Anstieg beim Cannabiskonsum junger Menschen)
  • der Justiz
    (Referentenentwürfe zur Einführung der elektronischen Akte in Strafsachen)
  • anderen Bereichen
    (Dritter Drogenkonsumraum in Berlin offiziell eröffnet / Primus-Preis: Preisträger im Juli 2019 / Berliner Beratungsnetz für Zugewanderte)

Publikationen und Dokumentationen
(Broschüre: Das Jugendstrafverfahren – Kompliziert? Einfach erklärt! Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz / Prof. Dr. C. Kroneberg, K. Lämmermann & M. Wittek: Who is fighting with whom? How ethnic origin shapes friendship, dislike, and physical violence relations in German secondary schools / DBH-Zeitschrift Bewährungshilfe: Community Justice (02/19) / Dr. S. Hoops: Freiheitsentzug in der Jugendhilfe – FAQ / S. Wallner & M. Weiss: Prävalenz und Verlauf von Devianz und Delinquenz / Prof. Dr. T. Höynck: Die EU-Richtlinie 2016/800 über Verfahrensgarantien im Strafverfahren für Kinder, die Verdächtige oder beschuldigte Personen in Strafverfahren sind)

Veranstaltungen und Termine
(Seminar: Scham – Wächterin der Menschenwürde – ein Thema für Schule und Jugendhilfe; Berlin / Fortbildung: Das bringe ich wieder in Ordnung! – Die Wiedergutmachung im Kontext der Schule & Jugendhilfe; Berlin / Expertengespräch – Prävention im Sozialraum stärken in Berlin / Fortbildungsangebot zur EU-Richtlinie 2016/800 / Radikalisierung vorbeugen, Ankommen gestalten: Prävention und Deradikalisierung im Kontext Flucht; Bochum /
29. Praktikertagung Ambulante Sozialpädagogische Angebote für straffällig gewordene junge Menschen #WeDo – wir machen das!; Hofgeismar / Workshop Trauma und Traumafolgen als Risikofaktor für Radikalisierung: Welches Wissen braucht es in der Arbeit mit jungen Menschen?; Berlin / Fachtagung der Kriminologischen Zentralstelle zum Thema "Migration und Kriminalität"; Wiesbaden / Fachtag Straffälligenhilfe und Strafvollzug – Restorative Justice: Opfer, Täter und Gesellschaft im Blick; Leonberg / DBH-Seminar zum Thema Fehl-Erinnerung, Täuschung, Klärung: Risiken und Maßnahmen im Klient*innen Kontakt; Bonn)

Redaktionsschluss
(31.Juli 2019) 

 

Herzlich willkommen zur 69. Ausgabe der UMSICHTEN!

Liebe Leserinnen und Leser der UMSICHTEN,

neben Neuigkeiten aus der Jugendhilfe, der Justiz und anderen Bereichen, haben wir einige neu erschienene Publikationen für Sie zusammengetragen – diese reichen dieses Mal von Fachvorträgen über Artikel bis hin zu Buchexemplaren. Natürlich gibt es auch wieder einige Veranstaltungshinweise für die kommenden Monate.

Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren Sommer und hoffen, Sie in unserer nächsten Ausgabe wieder begrüßen zu können.

Viel Spaß beim Lesen!

Stefanie Rücknagel & Lisa Klank
Redaktion UMSICHTEN

 

 
Neues aus...

... der Jugendhilfe

Jugendarbeit im Kontext von Migration und Flucht – neue Praxisbroschüre
Die Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur der Europäischen Kommission hat eine Praxis-Toolbox für Fachkräfte der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, die sich auf die Integrationsarbeit mit jungen Migranten und Migrantinnen spezialisiert haben, heraus-gegeben. Die Toolbox beinhaltet Best-Practice-Beispiele aus ganz Europa. Für Deutschland werden das Bundesprogramm der Jugendmigrationsdienste und das JMD-Bundesprojekt für junge Flüchtlinge „jmd2start“ vorgestellt. Die Broschüre steht ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung.

Infos: https://publications.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/1bcaf566-6a29-11e9-9f05-01aa75ed71a1


Anstieg beim Cannabiskonsum junger Menschen
Am 26. Juni 2019, dem Weltdrogentag, sprachen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, eine Warnung hinsichtlich des Konsums von Cannabis und den damit verbundenen Risiken aus. Laut neuen Studiendaten der BZgA ist der Konsum von Cannabis bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12-25 Jahren seit 2016 weiter angestiegen. Nun soll erreicht werden, dass der Bund mehr Gelder für bundesweite Präventionsprojekte bereitstellt und somit mehr junge Menschen über die gesundheitlichen Risiken von Cannabis aufgeklärt werden können.

Infos: https://www.bag-jugendschutz.de/nwsltmpl/67  

 

... der Justiz

Referentenentwürfe zur Einführung der elektronischen Akte in Strafsachen
Aktuell wird die Einführung der elektronischen Akte in Strafsachen durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vorbereitet. Vier Referentenentwürfe dazu wurden bereits veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um Verordnungen zur Bundesstrafaktenführung, zur Strafaktenübermittlung, zur Strafakteneinsicht, sowie zur Dokumentenerstellung und -übermittlung.

Infos: https://www.dbh-online.de/aktuelles/referentenentwuerfe-zur-einfuehrung-der-elektronischen-akte-strafsachen  

 

... anderen Bereichen

Dritter Drogenkonsumraum in Berlin offiziell eröffnet
Am 05.06.2019 wurde der dritte Drogenkonsumraum offiziell eröffnet. Drogenabhängige Menschen haben hier die Möglichkeit, unter hygienischen Bedingungen zu konsumieren und mit Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen über eventuelle Sorgen und Nöte zu sprechen. Somit sollen mehr Menschen von der Straße geholt und weitere Drogentote verhindert werden. In dem Raum, welcher bereits seit Ende Januar 2019 (wochentags von 13:00 bis 18:00 Uhr in der Karl-Marx-Straße 202, 12055 Berlin) in Betrieb ist, wurden in den ersten drei Monaten bereits 2790 Konsumvorgänge gezählt. Davon profitieren auch Anwohner/innen und Gewerbetreibende, da der Drogenkonsum im öffentlichen Raum somit merklich zurückgeht.

Infos: https://www.berlin.de/sen/gpg/service/presse/2019/pressemitteilung.818318.php  


Primus-Preis: Preisträger im Juli 2019
Der Primus-Preis, der monatlich an zivilgesellschaftliche Initiativen vergeben wird, zeichnete im Juli dieses Jahres das Projekt „Yalla! Rein in die Stadt“ aus, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Geflüchtete vor (sozialer) Isolation zu schützen. Über einen Videokanal in leicht zugänglicher Form informiert Yalla! über kostenfreie soziokulturelle Bildungsangebote in Hamburg. Mehr als 50 Videos über interessante Veranstaltungen sind bereits auf der Yalla-Website zu finden. Die rund 90 Jugendlichen, die bereits an Video-Workshops teilgenommen haben, profitieren nicht nur von spannenden Einblicken in den Medienbereich, sondern auch von unvergesslichen Erfahrungen und neu entstandenen Freundschaften.

Infos: https://www.stiftung-bildung-und-gesellschaft.de/primus-preis/preistraeger-2019/yalla.html 


Berliner Beratungsnetz für Zugewanderte
Der VIA Regionalverband Berlin/Brandenburg e. V. (Dachverband von Organisationen, die in der interkulturellen Arbeit tätig sind) hat in Kooperation mit GANGWAY – Straßensozialarbeit in Berlin e. V. (arbeitet seit 1990 mit Jugendlichen und erwachsenen Menschen auf den Straßen Berlins) und dem Willkommenszentrum Berlin (Anlaufstelle für EU-Bürger/innen, Geflüchtete oder Menschen aus Drittstaaten, die nach Berlin gekommen sind) die Online-Datenbank „Berliner Beratungsnetz für Zugewanderte“ ins Leben gerufen. Die Datenbank umfasst verschiedene Beratungsangebote, Projekte und Einrichtungen für Migranten und Migrantinnen in Berlin, die nach Themen, Zielgruppen, Sprachen und Bezirken gefiltert werden können. Beispielsweise beinhaltet sie medizinische Angebote für Menschen ohne Kranken¬versicherung, Begleitung und Sprachmittlung oder auch klassische Migrationsberatung, die spezielle aufenthaltsrechtliche Fragen klärt und Erstberatung anbietet.

Infos: https://www.beratungsnetz-migration.de/

 

Publikationen und Dokumentationen

Broschüre: Das Jugendstrafverfahren – Kompliziert? Einfach erklärt!
Die Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz hat eine Broschüre, speziell konzipiert für Jugendliche und Heranwachsende, zum Thema: „Das Jugendstrafverfahren – Kompliziert? Einfach erklärt!“ herausgebracht. Die Broschüre enthält die wichtigsten Informationen rund um das Thema Jugendstrafverfahren – so wird u. a. auf das Jugendgerichtsgesetzt, die Beteiligten im Strafverfahren sowie dessen Ablauf eingegangen. Die Broschüre kann kostenfrei über die Clearingstelle bezogen werden oder steht auf der Internetseite zum Download bereit.

Download: https://www.stiftung-spi.de/fileadmin/user_upload/Bilder/geschaeftsbereiche/srup-lebenslagen/flyer/clearingstelle-broschuere-jugendstrafverfahren.pdf

Kontakt:   Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
                 Frankfurter Allee 35-37, Aufgang C, 10247 Berlin
                 030.4490154
                 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
                 https://www.stiftung-spi.de/projekte/clearingstelle/


Prof. Dr. C. Kroneberg, K. Lämmermann & M. Wittek: Who is fighting with whom? How ethnic origin shapes friendship, dislike, and physical violence relations in German secondary schools
Die Studie widmet sich der Frage, inwieweit ethnische Herkunft Freundschafts-, Abneigungs- und physische Gewaltbeziehungen an deutschen weiterführenden Schulen beeinflusst. Die Autoren und Autorinnen werteten für ihre Analyse die Daten von mehr als 2.500 Siebtklässlern und Siebtklässlerinnen in Deutschland aus. Neben einer ethnischen Homophilie in Freundschaftsnetzwerken zeigten die Ergebnisse auch eine Tendenz, Mitschüler/innen einer anderen ethnischen Identität, die nicht zur eigenen Freundesgruppe gehören, tendenziell abzulehnen (ethnische Heterophobie). Dennoch üben Schüler und Schülerinnen mit größerer Wahrscheinlichkeit Gewalt gegen Jugendliche der eigenen ethnischen Herkunftsgruppe als gegenüber Angehörigen einer anderen ethnischen Gruppe aus. Dies lässt sich, zumindest teilweise, darauf zurückführen, dass eine höhere Gewaltprävalenz zwischen Jugendlichen existiert, die der gleichen Freundschaftsgruppe angehören und auch Zeit außerhalb der Schulzeit miteinander verbringen. Darüber hinaus weisen Schulen, die durch starke ethnische Homophilie in Freundschaftsbeziehungen gekennzeichnet sind, zwar tendenziell ein höheres Maß an ethnischer Heterophobie auf, zeigen jedoch mehr ethnische Gewalt innerhalb einer Gruppe als zwischen Gruppen auf. Die Studie ist ausschließlich in englischer Sprache verfügbar.

Prof. Dr. C. Kroneberg ist Vorsitzender des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS) an der Universität Köln. K. Lämmermann und M. Wittek sind beide am Lehrstuhl Kroneberg, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS) der Universität Köln tätig.

Infos: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378873318300212?via%3Dihub


DBH-Zeitschrift Bewährungshilfe: Community Justice (02/19)
Der Themenschwerpunkt des aktuellen Heftes des DBH e. V. – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik bezieht sich auf die 23. DBH-Bundestagung, die unter der Zielsetzung stattfand, Resozialisierung nicht als einseitige Leistung, sondern als gemeingesellschaftliche Aufgabe zu verstehen und anzugehen. Prof. Dr. Drekhahn analysiert die Frage, inwieweit Ideen zu Community Justice Rückhalt in der Bevölkerung erfahren und Prof. Dr. Pruin setzt sich diesbezüglich mit dem Thema Straffälligkeit auseinander. Des Weiteren zeigen Dr. rer.soc. Matt und Herr Belz, wie sich Resozialisierung unter der Perspektive des Übergangsmanagements umsetzen lässt. Diese und weitere Artikel sind in der aktuellen Ausgabe nachzulesen.

Prof. Dr. K. Drekhahn ist Professorin für Strafrecht und Kriminologie an der FU Berlin, Prof Dr. I. Pruin ist Assistenzprofessorin für Strafrecht am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Bern, Dr. rer.soc. E. Matt ist Diplom-Soziologe und lehrt und forscht im Bereich der Kriminalsoziologie und H. Belz ist ehem. Mitglied der Steuerungsgruppe „Netzwerk Straffälligenhilfe Baden-Württemberg“.

Infos: https://www.dbh-online.de/aktuelles/zeitschrift-bewaehrungshilfe-219-dbh-bundestagung-community-justice


Dr. S. Hoops: Freiheitsentzug in der Jugendhilfe – FAQ
Kaum ein Setting der erzieherischen Hilfen wird so kontrovers diskutiert, bringt mehr Unsicherheiten mit sich und wirft mehr Fragen auf, als das der Freiheitsentziehenden Unterbringung in der Jugendhilfe, kurz GU. Autorin Dr. Hoops forscht zu und beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit diesem Themenfeld. Sie bereitet aktuelle Befunde zum Thema umfassend auf, geht auf Fragen des Plenums ein und dokumentiert bzw. hinterfragt aktuelle Entwicklungen. Den Vortrag hielt sie auf dem diesjährigen Deutschen Präventionstag, wobei dieser zum kostenfreien Download bereitsteht.

Dr. S. Hoops ist seit 1997 als wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München tätig. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte fokussieren die Themen Abweichendes Verhalten, Kinder- und Jugendhilfe und Pädagogische Kriminalitäts-prävention. Darüber hinaus ist sie seit dem 14. Kinder- und Jugendbericht als Mitglied der Geschäftsführung der Jugendberichte der Bundesregierung tätig.

Infos: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/vortraege/id/4468 


S. Wallner, M. Weiss, J. Reinecke & M. Stemmler: Prävalenz und Verlauf von Devianz und Delinquenz
In der Publikation, die 2019 im Springer Verlag erschien, werden antisoziale Verhaltensweisen im Altersverlauf vor dem Hintergrund einer soziologisch-kriminologischen und psychologisch-kriminologischen Längsschnittforschung untersucht. Ein besonderes Interesse gilt hierbei der Analyse von deviantem und delinquentem Verhalten im Dunkelfeld über die Zeit. So wird die Jahresprävalenz verschiedener devianter und krimineller Verhaltensweisen, getrennt nach Geschlecht und Kohorte, dargestellt und bezüglich unter¬schiedlicher Phasen der (späten) Kindheit und Jugend beleuchtet.

Dr. S. Wallner, Dr. M. Weiss sowie Dr. M. Stemmler arbeiten am Institut für Psychologie, Lehr¬stuhl für Psychologische Diagnostik, Methodenlehre und Rechtspsychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Dr. J. Reinecke ist Professor für Soziologie der Universität Bielefeld.

Infos: https://www.springer.com/de/book/9783658212339



Prof. Dr. T. Höynck: Die EU-Richtlinie 2016/800 über Verfahrensgarantien im Strafverfahren für Kinder, die Verdächtige oder beschuldigte Personen in Strafverfahren sind
In ihrem Vortrag beschäftigt sich Prof. Dr. Höynck nicht nur mit dem Entstehungshintergrund der EU-Richtlinie, sondern geht auch auf die Regelungsgegenstände, die Anwendungs¬bereiche, die Auskunfts- und Informationsrechte sowie die Unterstützung eines Rechts¬beistandes bei dergleichen ein. Der Vortrag wurde zum kostenfreien Download bereitgestellt.

Prof. Dr. T. Höynck ist seit 2010 Professorin an der Universität Kassel, Fachbereich Humanwissenschaften (Fachgebiet Recht der Kindheit und der Jugend). Ihre Forschungs-schwerpunkte sind das Jugendstrafrecht, die Rechte von Opfern im Strafverfahren, der Kinderschutz und Kinder als Opfer von Gewalt. Zudem ist sie seit 2010 Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e. V. (DVJJ).

Infos: https://www.dvjj.de/wp-content/uploads/2019/06/Umsetzung-EU-RL-2016-800_Folien-M%C3%BCnchen-3-2019.pdf

 

Veranstaltungen und Termine

Seminar: Scham – Wächterin der Menschenwürde – ein Thema für Schule und Jugendhilfe; Berlin
Das Seminar des Berliner Instituts für Soziale Kompetenz & Gewaltprävention e. V. (BISG) richtet sich an Lehr- und Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Soziale Arbeit, Pädagogik und Psychologie sowie an alle, die mit Menschen arbeiten. Leitung des Seminars hat Dr. Stephan Marks. Er führt seit vielen Jahren Fortbildungen zu diesem Thema durch und hat in diesem Kontext zahlreiche Bücher und Fachartikel veröffentlicht. Im Seminar werden (aus Sicht von Psychologie, Sozialpsychologie und Gehirnforschung) die grundlegenden Informationen über Scham vermittelt und anhand der Erfahrungen der Teilnehmenden reflektiert. Des Weiteren wird die Bedeutung des Themas für die eigene Person, für die soziale und pädagogische sowie psychologische Arbeit im Kontext der Schule und Jugendhilfe erarbeitet. Daran anknüpfend werden Wege aufgezeigt, mit dieser „schwierigen“ Emotion im pädagogischen Alltag konstruktiv umzugehen. Auf die Praxisrelevanz wird besonderes Augenmerk gelegt. Eine Anmeldung ist bis zum 27.09.2019 möglich.

Datum: 30.10.-31.10.2019
Ort: Berlin, tandem BTL gGmbH
Kosten: 220,00 EUR
Infos: http://www.soziales-training.de/individual/ 
Anmeldung: http://www.soziales-training.de/fileadmin/user_upload/Anmeldung_Scham_Wa%CC%88chterin_d._Menschenwu%CC%88rde_2019_2._neu_docx.pdf 


Fortbildung: Das bringe ich wieder in Ordnung! – Die Wiedergutmachung im Kontext der Schule & Jugendhilfe; Berlin
Das Trainingsseminar, veranstaltet vom Berliner Institut für Soziale Kompetenz & Gewalt-prävention e. V. (BISG), richtet sich an Fachkräfte der schulbezogenen Jugendsozialarbeit, Jugendarbeit, Jugendgerichtshilfe, (teil-)stationären Jugendhilfe, von Gewaltpräventions-projekten sowie an Lehrkräfte und Psychologen und Psychologinnen, die sich mit der Methode der Wiedergutmachung im Kontext der Schule und Jugendhilfe intensiver auseinander setzen, die Haltungen und Interventionsmöglichkeiten dieses Ansatzes vertiefen möchten. Der modulare Aufbau der Fortbildung ermöglicht das Anwenden und Erproben im pädagogischen Alltag. Auf die Praxisrelevanz wird besonderes Augenmerk gelegt. Anmeldefrist ist der 23.09.2019.

Datum:  25.10.-26.10.2019 (1. Modul); 15.11.-16.11.2019 (2. Modul); 06.12.-07.12.2019 (3. Modul)
Ort: Berlin, tandem BTL gGmbH
Kosten: 580,00 EUR
Infos: http://www.soziales-training.de/fileadmin/user_upload/Flyer_WG_2019_DRUCK.pdf 
Anmeldung: http://www.soziales-training.de/fileadmin/user_upload/Anmeldung_WG_2019_neu.pdf 

Expertengespräch – Prävention im Sozialraum stärken; Berlin
Die Veranstaltung, ausgerichtet vom Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu), richtet sich an leitende Fach- und Führungskräfte aus den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, der Behindertenhilfe und der Ein-gliederungshilfe sowie der Schulen. Im 12. Expertengespräch will das DIALOGFORUM den Themenkomplex „Prävention im Sozialraum stärken“ diskutieren und die Ergebnisse, Hinweise und Erfahrungen als „Stimme aus der kommunalen Praxis“ an die Arbeitsgruppe Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe übermitteln. Die Ergebnisse der Diskussionsrunde sollen anschließend dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Hinblick auf die Modernisierung des SGB VIII zugesandt werden. Neben Plenumsvorträgen und -diskussionen werden Arbeitsgruppen stattfinden. Die Anmeldung erfolgt bis zum 05.09.2019 über das Online-Formular.

Datum: 19.09.-20.09.2019
Ort: Berlin, Deutsches Institut für Urbanistik
Kosten: kostenfrei
Infos: https://difu.de/veranstaltungen/2019-09-19/praevention-im-sozialraum-staerken.html 
Anmeldung: https://jugendhilfe-inklusiv.de/anmeldung/termin/31849 


Fortbildungsangebot zur EU-Richtlinie 2016/800 über Verfahrensgarantien in Strafverfahren für Kinder, die Verdächtige oder beschuldigte Personen in Strafverfahren sind – Folgen für die Praxis des Jugendstrafrechts
Die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e. V. (DVJJ) bietet weitere Fortbildungsangebote hinsichtlich der Umsetzung der EU-Richtlinie 2016/800 über „Verfahrensgarantien im Strafverfahren für Kinder, die Verdächtige oder beschuldigte Personen in Strafverfahren sind“ an. Die Richtlinienumsetzung bedingt viele verschiedene Änderungen, die in der praktischen Arbeit relevant sind. Die Fortbildung will einen Überblick über die Richtlinienvorgaben geben sowie derzeit drängende Fragen des Publikums diskutieren. Die Fortbildung ist berufsgruppenübergreifend konzipiert und richtet sich gleichermaßen an Justiz, Anwaltschaft, Jugendgerichtshilfe/Jugendhilfe im Strafverfahren und Polizei. 2019 werden außerdem die folgenden Fortbildungsveranstaltungen der DVJJ angeboten – weitere Veranstaltungen 2020 sind bereits geplant.

Ort/ Datum
München, Kolpinghaus (21.11.2019, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Anmeldeschluss: 20.09.2019)
Frankfurt, Caritasverband Frankfurt e. V. (26.11.2019, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Anmeldeschluss: 28.10.2019)
Hamburg, Bezirksamt Altona (02.12.2019, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Anmeldeschluss: 01.11.2019)
Hannover, ZEB-Stephansstift (05.12.2019, 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Anmeldeschluss: 01.11.2019)

Kosten: 75,00 EUR (inkl. Verpflegung); 60,00 EUR für DVJJ-Mitglieder
Infos und Anmeldung: https://www.dvjj.de/veranstaltungen/dvjj-veranstaltungen/

Radikalisierung vorbeugen, Ankommen gestalten: Prävention und Deradikalisierung im Kontext Flucht; Bochum
Das Beratungsnetzwerk „Grenzgänger“ und dessen Teilprojekt „Anschluss“, welche beide Informations- und Beratungsstellen im Kontext von Migration und Flucht sowie religiös begründetem Extremismus sind, richtet einen Fachtag aus, der sich der Vorbeugung von Radikalisierungsprozessen unter Geflüchteten widmen soll. Inhaltliche Schwerpunkte werden Radikalisierungsgründe, Stigmatisierungs- und Viktimisierungsphänomene sowie potentielle Szenenangebote für Radikalisierungsprozesse darstellen. Zudem soll es darum gehen, Wege zu erarbeiten, wie Geflüchteten geholfen werden kann, in Deutschland Fuß zu fassen. Diesbezüglich werden Plenumsvorträge und Workshopphasen stattfinden. Anmeldeschluss ist der 30.08.2019.

Datum: 26.09.2019
Ort: Bochum, Blue Square Bochum
Kosten: kostenfrei
Infos und Anmeldung: https://www.grenzgaenger.nrw/aktuelles/save-the-date-fachtag-am-26-09-2019


29. Praktikertagung Ambulante Sozialpädagogische Angebote für straffällig gewordene junge Menschen #WeDo – wir machen das!; Hofgeismar
Die Praktikertagung, ausgerichtet von der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ), beschäftigt sich mit aktuellen Themen rund um die Arbeit mit straffällig gewordenen jungen Menschen. Neben Plenumsvorträgen kann sich im Rahmen von Arbeitskreisen über die folgenden Themen ausgetauscht werden: Grundlagen, Methoden und Grenzen in der Arbeit mit straffällig gewordenen jungen Menschen / Herausforderungen und Chancen medialer Lebenswelten Jugendlicher und junger Erwachsener / Extremismus und Radikalisierung – ein (besonderes) Thema im Umgang mit jungen Menschen in der Jugendhilfe / Grenzverletzendes sexuelles Verhalten bei jungen Menschen / Arbeit mit traumatisierten jungen Menschen sowie zur Methode BOUNCE – ein Projekt zur Resilienzförderung. Ebenso sollen internationale ambulante Angebote betrachtet und diskutiert werden. Anmeldeschluss ist der 18.10.2019.

Datum: 20.11.-22.11.2019
Ort: Hofgeismar, Evangelische Tagungsstätte
Kosten: 395,00 EUR inkl. Unterbringung und Verpflegung (365,00 EUR für DVJJ-Mitglieder)
Infos: https://www.dvjj.de/veranstaltung/29-praktikertagung-ambulante-sozialpaedagogische-angebote-fuer-straffaellig-gewordene-junge-menschen-wedo-wir-machen-das-hofgeismar/ 
Anmeldung: https://www.dvjj.de/anmeldung/?ziel=601 


Workshop: Trauma und Traumafolgen als Risikofaktor für Radikalisierung – Welches Wissen braucht es in der Arbeit mit jungen Menschen?; Berlin
Das Kompetenznetzwerk Radikalisierungsprävention (Projekt der Denkzeit-Gesellschaft e. V.) richtet einen Workshop aus, in dem sich die Teilnehmenden mit den Themen Radikalisierung, Traumatisierung sowie deren Konstellation auseinandersetzen können. Diesbezüglich sollen folgende Fragestellungen in den Fokus rücken: Was genau verstehen wir unter Trauma? Welcher konkrete Zusammenhang besteht zwischen Traumatisierung und Radikalisierung? Welche Möglichkeiten stellen Traumapädagogik und Ansätze der Traumabehandlung im Umgang mit einer radikalisierten und zugleich traumatisierten Zielgruppe zur Verfügung? Wie sieht die Praxis der Radikalisierungsprävention im Hinblick auf diese Zielgruppe aus?

Datum: 27.09.2019 (09:30 bis 16:30 Uhr)
Ort: wird noch bekannt gegeben
Kosten: kostenfrei
Infos: https://www.netzwerk-deradikalisierung.com/workshops/workshops-2019/27-09-2019-trauma-und-traumafolgen-als-risikofaktor-f%C3%BCr-radikalisierung-welches-wissen-braucht-es-in-der-arbeit-mit-jungen-menschen/ 


Fachtagung der Kriminologischen Zentralstelle zum Thema Migration und Kriminalität; Wiesbaden
Die Herbsttagung der Kriminologischen Zentralstelle will verschiedene Zusammenhänge von Migration und Kriminalität – aus interdisziplinärer Perspektive – in den Blick nehmen. Hierbei wird es sowohl um die Entstehung, die Wahrnehmung als auch um die Prävention von Kriminalität gehen. Die Plenumsvorträge werden zu den folgenden vier Themenblöcken gehalten: Kriminalität und Migration (Evidenzen, offene Fragen und zukünftige Heraus¬forderungen; Gewaltprävention im interkulturellen Kontext; Zuwanderung und Entwicklung der Sexualdelikte), Jugenddelinquenz und ihre Verbreitung (Radikalisierungsprozesse aus psychoanalytisch-pädagogischer Sicht; Jugendrichter/innen und Staatsanwälte/-innen im mehrsprachigen Gerichtssaal), Justizvollzug (Aufgaben und neue Blickwinkel; Zuwanderer in der Untersuchungshaft) und Psychiatrischer Maßregelvollzug (Aufenthalt und Rückführung; Umgang mit Geflüchteten im deutschen Maßregelvollzug). Anmeldeschluss ist der 15.10.2019.

Datum: 24.-25.10.2019
Ort: Wiesbaden, Friedrich-Naumann-Saal
Kosten: 130,00 EUR (inkl. Tagungsmaterialien und Getränke vor Ort)
Infos: https://www.krimz.de/tagungen/fachtagungen-2019/fachtagung-oktober-2019-in-wiesbaden.html 


Fachtag Straffälligenhilfe und Strafvollzug – Restorative Justice: Opfer, Täter und Gesellschaft im Blick; Leonberg
Der Fachtag wird vom DBH e. V. – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik, dem Justizministerium Baden-Württemberg, der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg, dem Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg und dem Seehaus Leonberg ausgerichtet. Neben einem Überblick über die Restorative Justice in Europa wird es unterschiedliche Beiträge geben, wie beispielsweise einen Vortrag zu Opferempathietraining. Es sollen Opfer und Täter persönlich von ihrer Geschichte erzählen und das Seehaus Leonberg, welche eine freie Form des Strafvollzugs darstellt, wird ein Theaterstück vorführen. Zudem wird es die Möglichkeit geben, das Seehaus Leonberg im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Anmeldeschluss ist der 14.09.2019.

Datum: 23.09.2019 (09:00 bis 17:00 Uhr)
Ort: Leonberg, Seehaus
Kosten: 50,00 EUR (inkl. Verpflegung)
Infos und Anmeldung: https://seehaus-ev.de/fachtag-strafvollzug/ 

DBH-Seminar zum Thema Fehl-Erinnerung, Täuschung, Klärung: Risiken und Maßnahmen im Klient*innen Kontakt; Bonn
Ziel des vom DBH e. V. – Fachverband für Soziale Arbeit, Strafrecht und Kriminalpolitik ausgerichteten Seminars ist, dass die Teilnehmenden einen sichereren Umgang mit Äußerungen von Klienten und Klientinnen erwerben, über deren Wahrheitsgrad sie sich unsicher sind (z. B. Unwahrheiten, Bagatellisierungen, Tatsachenverdrehungen, Fehlerinner¬ungen und gezielte Täuschungen). Methodisch wird mit Info-Einheiten, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Pro- und Kontra-Diskussion, Arbeitspapieren, Life-Interventionen, diver¬genten Ideensammlungen, Fallbeispielen sowie spontan entwickelten Methoden gearbeitet. Wie man Äußerungen mit ungewissem Wahrheitsgehalt wahrnehmen, verstehen und ihnen begegnen kann, wird im Seminar behandelt. Anmeldeschluss ist der 07.09.2019.

Datum: 04.11.-05.11.2019 (11:00 bis 16:00 Uhr)
Ort: Bonn, CJD Bonn
Kosten: 181,00 EUR (inkl. Verpflegung); 70,00 EUR Übernachtung inkl. Frühstück
Infos und Anmeldung: https://www.dbh-online.de/bildungswerk/seminar/fehl-erinnerung-taeuschung-klaerung-risiken-und-massnahmen-im-klientinnen  


 

Redaktionsschluss


Die nächste Ausgabe der UMSICHTEN erscheint im Oktober 2019. Redaktionsschluss ist der 30.09.2019; bitte reichen Sie Ihre Beiträge bis zu diesem Termin hier ein.


 

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